Den passenden Handytarif auswählen: Datenvolumen und Nutzungsprofil richtig einschätzen

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Beim Blick auf aktuelle Tarifübersichten fällt die Auswahl oft schwer, denn zwischen kleinen Einsteigerpaketen und richtigen Flatrates ohne Datenlimit liegen schnell mehrere Hundert Euro im Jahr. Viele Kunden entscheiden sich dabei eher aus dem Bauch heraus und zahlen am Ende für Gigabyte, die sie nie nutzen, während andere jeden Monat schon nach drei Wochen vor einer gedrosselten Verbindung stehen.

Beides lässt sich mit einem Blick auf die eigenen Gewohnheiten vermeiden und das ist meist schneller erledigt als gedacht. Denn welcher Tarif am besten passt, hängt weniger vom Werbeversprechen ab als vielmehr vom persönlichen Nutzungsprofil.

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Foto: Konstantin Shmatov auf Unsplash

Beim Blick auf aktuelle Tarifübersichten fällt die Auswahl oft schwer, denn zwischen kleinen Einsteigerpaketen und richtigen Flatrates ohne Datenlimit liegen schnell mehrere Hundert Euro im Jahr. Viele Kunden entscheiden sich dabei eher aus dem Bauch heraus und zahlen am Ende für Gigabyte, die sie nie nutzen, während andere jeden Monat schon nach drei Wochen vor einer gedrosselten Verbindung stehen.

Beides lässt sich mit einem Blick auf die eigenen Gewohnheiten vermeiden und das ist meist schneller erledigt als gedacht. Denn welcher Tarif am besten passt, hängt weniger vom Werbeversprechen ab als vielmehr vom persönlichen Nutzungsprofil.

Wie viel Datenvolumen verbrauchen typische Anwendungen?

Den größten Einfluss auf den Verbrauch hat die Art der Nutzung. Während Messenger, E-Mails und Nachrichtenseiten im Alltag kaum ins Gewicht fallen, sieht es bei Videos schon ganz anders aus. Eine Stunde in HD-Qualität zieht beim Streaming von Serien und Filmen bis zu 3 GB, in Ultra-HD sind es sogar bis zu 7 GB. Musik ist im Vergleich dazu genügsam, denn beim Musikhören über Spotify fallen in normaler Audioqualität ungefähr 40 bis 45 MB pro Stunde an.

Richtwerte im Überblick

AnwendungVerbrauch pro Stunde
Musikstreaming in normaler Qualitätrund 40 bis 45 MB
Video in Basisqualitätbis zu 0,3 GB
Video in Standardqualitätbis zu 0,7 GB
Video in HDbis zu 3 GB
Video in Ultra-HDbis zu 7 GB

Neben dem Streaming verbrauchen auch automatische Backups, App-Updates und Videos in sozialen Netzwerken, die von selbst starten, im Hintergrund einiges an Volumen. Ein Teil davon lässt sich leicht vermeiden, etwa mit Navigationskarten, die schon zu Hause im WLAN auf dem Handy landen. So klappt es zum Beispiel unterwegs fast ohne mobile Daten, mit Google Maps zu navigieren.

Welches Nutzungsprofil passt am besten?

Für eine erste Einschätzung genügt eine grobe Einteilung in drei Gruppen, deren Übergänge fließend sind:

  • Wenignutzer schreiben vor allem Nachrichten, lesen E-Mails und surfen überwiegend im heimischen WLAN, weshalb ein kleines Datenpaket meist ausreicht.
  • Durchschnittsnutzer sind regelmäßig in sozialen Netzwerken unterwegs, hören Musik auf dem Arbeitsweg und schauen ab und zu ein kurzes Video, wofür ein mittleres Paket mit etwas Puffer gut passt.
  • Vielnutzer streamen Serien in Bus und Bahn, teilen ihre Verbindung per Hotspot mit dem Laptop oder arbeiten häufig mobil, sodass für sie eine Flatrate oft die entspanntere Wahl ist.
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Foto: William Hook auf Unsplash

Wie lässt sich der tatsächliche Verbrauch herausfinden?

Noch genauer als jedes Schätzen ist ein kurzer Blick in die Statistik des eigenen Smartphones. Auf dem iPhone steht der mobile Datenverbrauch in den Einstellungen unter „Mobilfunk“ bzw. „Mobiles Netz“ und ist dort sogar nach einzelnen Apps aufgeschlüsselt. Android-Geräte zeigen diese Werte je nach Hersteller etwa im Bereich „Netzwerk und Internet“ oder „Verbindungen“. Zusätzlich bieten die meisten Mobilfunkanbieter eine eigene App, in der das restliche Volumen des laufenden Monats steht.

Am aussagekräftigsten ist dabei der Durchschnitt aus zwei oder drei Monaten, da ein einzelner Monat mit Urlaub oder viel Homeoffice das Bild sonst schnell verzerrt. Hotspots in Cafés, Hotels oder Zügen drücken den mobilen Verbrauch zusätzlich. Dort heißt es allerdings, öffentliches WLAN richtig zu nutzen und ein paar Grundregeln zur Sicherheit im Hinterkopf zu behalten.

Hinweis:

Die Statistik auf dem Smartphone weicht manchmal von der Abrechnung des Anbieters ab, wobei für die Tarifwahl die Größenordnung genügt.

Worauf kommt es neben dem Datenvolumen noch an?

Das Datenvolumen ist nur ein Baustein, denn genauso viel Einfluss auf die spätere Zufriedenheit haben einige weitere Punkte.

  • Die Netzabdeckung am Wohnort und auf häufigen Strecken entscheidet über den Alltag mit dem Tarif. Mit einer kostenlosen App lässt sich die Netzverfügbarkeit vor Ort prüfen und auf einer Karte festhalten.
  • Die Vertragslaufzeit beträgt anfangs höchstens 24 Monate, Anbieter müssen außerdem Verträge mit maximal zwölf Monaten Laufzeit anbieten. Nach Ablauf greifen klare Regeln zur Kündigung, der Vertrag ist dann mit einer Frist von einem Monat kündbar.
  • Beim Roaming gelten innerhalb der EU einheitliche Regeln, auf vorübergehenden Reisen kostet die Nutzung dort genauso viel wie zu Hause. Bei Flatrates oder sehr günstigen Datentarifen dürfen Anbieter das Volumen im Ausland begrenzen. Außerhalb der EU wird es schnell teuer, bei der Planung helfen dann einige praktische Reisebegleiter.
  • Das Smartphone muss nicht zwingend Teil des Vertrags sein, denn ein Tarif ohne Gerät ist im Monat günstiger, vor allem wenn das eigene Handy länger im Einsatz bleiben soll.
Tipp:Paare und Familien sparen häufig mit Zusatzkarten, die den Preis pro Karte senken. Telekom bietet beispielsweise in den Tarifen MagentaMobil M, L und XL bereits ab der ersten PlusKarte unbegrenztes Datenvolumen für alle Karten. Auf der Tarifseite kann man dann direkt einen günstigen Handyvertrag bei der Telekom konfigurieren und die passende Datenmenge auswählen.

Wie gelingt am Ende die richtige Wahl?

Der Weg zum passenden Tarif führt über ein paar einfache Schritte, wobei zuerst der Blick auf den bisherigen Verbrauch steht und danach die ehrliche Einordnung ins eigene Nutzungsprofil folgt. Ein kleiner Puffer von einigen Gigabyte schadet dabei nicht, denn Gewohnheiten ändern sich mit einem neuen Job oder Hobby oft schneller als gedacht. Erst danach geht es an den Vergleich von Preis, Netz und Laufzeit.

 Checkliste:
•     Verbrauch der letzten Monate prüfen
•     Nutzungsprofil ehrlich einordnen
•     Puffer von einigen Gigabyte einplanen
•     Netzabdeckung vor Ort testen
•     Laufzeit und Roaming-Bedingungen vergleichen

Mit dieser Reihenfolge klappt es mit einem Tarif, der zum eigenen Alltag passt und am Monatsende weder Geld verschenkt noch ausbremst.