Im Test: Honor Magic5 Pro

0

Mit dem Magic4 Pro hat die ehemalige Huawei-Tochter Honor hierzulande ein Flaggschiff-Phone auf den Markt gebracht, welches mit einer hervorragenden technischen Ausstattung überzeugen konnte. Ein Jahr später hat der Hersteller aus Fernost mit dem Magic5 Pro einen Nachfolgemodell veröffentlicht. Rein äußerlich sind die Unterschiede zwischen den beiden Geräten marginal, dafür hat Honor an der Preisschraube gedreht und verlangt für das Magic5 Pro aktuell knapp über 1.000 Euro.

Fließende Übergänge

Die Verarbeitung des Telefons ist exzellent und sämtliche Gehäuseteile fließen harmonisch ineinander. Sowohl das Display als auch die gläserne Rückseite ist zu den Kanten hin abgerundet, wodurch es sehr gut in der Hand liegt. Mit knapp 220 Gramm ist das neue Honor-Spitzenmodell vergleichsweise schwer, allerdings ist das Gewicht optimal verteilt, was der Gerätebedienung zugutekommt.

Eine wesentliche Änderung betrifft die überdimensionale runde Hauptkamera: Anders als beim Vorgängermodell ist die Glasrückseite rund um das Kameramodul leicht gewölbt. Dies sorgt für eine Extraportion Eleganz und trägt dazu bei, dass man das Phone angenehmer in der Hand halten kann. Die Knipse umfasst drei Linsen mit jeweils 50 Megapixeln. Egal ob bei Tageslicht oder in der Nacht: Die Aufnahmen sind stets sehr detail- und kontrastreich. Und auch an der Farbdarstellung haben wir nichts zu bemängeln. Selbst Aufnahmen mit 3,5-fachem Zoom bieten einen hohen Detailgrad. Erst bei 10-facher Vergrößerung macht sich ein leichtes Bildrauschen bemerkbar, trotzdem sind die Ergebnisse noch recht ordentlich. Genauso wie beim Samsung Galaxy S23 Ultra ist ein bis zu hundertfacher Zoom möglich. Bei diesem nimmt die Bildschärfe jedoch merklich ab.

Starkes Display

Das 6,81 Zoll große OLED-Display mit einer Auflösung von 2.848 x 1.312 Pixeln besticht durch eine kräftige Farbdarstellung. Alles in ­allem ist die Bildqualität erstklassig und die dargestellten Inhalte lassen sich auch aus einem schrägen Blickwinkel einwandfrei ablesen. Wie bei aktuellen Flaggschiff-Modellen üblich, ist auch das Magic5 Pro mit einer adaptiven Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz ausgestattet. Unter dem Bildschirm befindet sich ein optischer Fingerabdruckscanner, der zuverlässig seinen Dienst verrichtet. In puncto Geräteentsperrung hat Honor darüber hinaus noch ein besonderes Ass im Ärmel. Auf Wunsch lässt sich das Phone auch mittels 3D-Gesichtserkennung entsperren. Diese funktioniert auch bei etwas schlechteren Lichtverhältnissen einwandfrei.

Doppelt hält besser
Links oben beherbergt eine ovale Notch die aus zwei Linsen bestehende Frontkamera. Diese ist nicht nur für Selfies gedacht, sondern ermöglicht auch die 3D-
Gesichtserkennung zur Entsperrung des Telefons.

Viel Rechenpower

Für massenhaft Performance sorgt ein Snapdragon 8 Gen 2-Prozessor von Qualcomm. In Kombination mit dem 12 GB Arbeitsspeicher ist das Abspielen von Videos, das Beantworten von E-Mails und sonstige alltägliche Aufgaben für das Magic5 Pro keine Herausforderung. Apps starten zudem in Windeseile und auch die neuesten Gaming-Applikationen meistert das Smartphone mit Bravour. Für Fotos, Videos und Co. steht ein Speicher in der Größenordnung von 512 GB parat.

Zu guter Letzt hat Honor auch noch in Sachen Akku nachgebessert. So ist etwa im Vergleich zum Vorgängermodell die Kapazität auf 5.100 mAh angewachsen. In unserem Test hielt die Batterie 24 Stunden beim Abspielen von Videos durch. Mit dem mitgelieferten Netzteil lässt sich der Energiespeicher mit einer Leistung von 66 Watt aufladen. Hier können andere Hersteller mit höheren Ladeleistungen aufwarten. Eine vollständige Aufladung nimmt in etwa 50 Minuten in Anspruch. Dafür trumpft der Hersteller aus Fernost beim kabellosen Laden der Batterie mit einer Ladeleistung von maximal 50 Watt auf. Ein absoluter Spitzenwert.

Mit dem Magic5 Pro ist Honor definitiv ein großer Wurf gelungen: Starkes Display, Top-Performance und eine herausragende Kamera. Schwächen muss man bei diesem Gerät wahrlich mit der Lupe suchen. Philipp Lumetsberger (Chefredakteur)
ProsCons
– Flotte Performance
– Starkes Display
– Hervorragende Kamera
– Kamera-Zoom mit Schwächen
– Viel Bloatware
HerstellerHonor
ModellMagic5 Pro
Preis (Testgerät) EUR 1029
Android-Version13
CPU-HerstellerQualcomm
CPU-ModellSnapdragon 8 Gen 2
CPU-Taktung4 x 2.3 GHz + 4 x 2.8 GHz
GPU-ModellAdreno 740
Arbeitsspeicher16 GB
Speicher intern256 GB, 512 GB
SD-Karte (max. Größe)GB
Kamera (Haupt-/Front)50 / 12 MP
USB-PortUSB Typ-C
Bluetooth-Version5.2
WLAN-Standarda, b, g, n, ac
LTE
Fingerprintscanner
NFC
Abmessungen 162.9 x 76.7 x 8.8 mm
Gewicht219 g
Akku-Kapazität5100 mAh
Akku tauschbar
Laden (kabellos)
Schnellladen
Ladezeit 0-50 / 43 min**19 min
Ladezeit 0-100 / 116 min**52 min
Laufzeit Browser / 706 min**1437 min
Laufzeit Video / 681 min**1412 min
Laufzeit 3D-Spiel / 375 min**429 min
Display-Größe6.81 “
Display-TypOLED
Display-Auflösung2848 x 1312 Pixel
Display-Pixeldichte460.45 ppi
Helligkeit Ø / 428 cd/m2**808.78 cd/m2
Helligkeit (max) / 461 cd/m2**826 cd/m2
Leistung (GeekBench 5) / 1830**4502
Grafik (GFXBench) / 2014**25672
Display4,6
Speed (Leistungstest)5
Speed (Hardware)4,8
Akku (Laufzeit)4,8
Akku (Hardware)4,5
Features4,4
Kamera5
Verarbeitung5
Design4

Gesamtnote*: Hervorragend (96 %)
Preis/Leistung: Mäßig

*Die Gesamtnote setzt sich wie folgt zusammen: Display 15 % – Speed (Leistungstest) 22 % – Speed (Hardware) 10 % – Akku (Laufzeit) 24 % – Akku (Hardware) 4 % – Features 4 % – Kamera 15 % – Verarbeitung 3 % – Design 3 %
**Mittelwert aller bisher getesteten Geräte