
Apps, Gadgets und Online-Services erleichtern heute den Zugang zu medizinischer Versorgung und unterstützen einen bewussteren Umgang mit Gesundheit.
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Digitale Gesundheitsangebote sind längst kein Zukunftsthema mehr, sondern prägen zunehmend den medizinischen Alltag. Vom E-Rezept über Gesundheitsapps bis hin zu vernetzten Messgeräten halten digitale Lösungen Einzug in Versorgung, Prävention und Selbstmanagement. Dabei geht es weniger um die Technik per se, sondern um praktische Unterstützung im Alltag, bessere Orientierung und einen erleichterten Zugang zu medizinischen Leistungen.
Gesundheitsgadgets und Apps ermöglichen es, Werte zu erfassen, Symptome zu dokumentieren oder Therapien zu begleiten – oft unabhängig von Ort und Zeit. Sie können dabei helfen, gesundheitliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen und Gespräche mit Ärzten gezielter zu führen, ohne klassische medizinische Angebote zu ersetzen.
Akzeptanz auch bei Älteren
Besonders bemerkenswert ist die wachsende Offenheit gegenüber digitalen Gesundheitslösungen in älteren Altersgruppen. Laut einer aktuellen, repräsentativen Bitkom-Umfrage stehen 92 Prozent der Menschen ab 65 Jahren der Digitalisierung im Gesundheitswesen positiv gegenüber. Bei den über 80-Jährigen liegt die Zustimmung mit 95 Prozent sogar noch höher. Diese Haltung spiegelt sich auch im konkreten Nutzungsverhalten wider. Bereits die Hälfte der über 65-Jährigen vereinbart Arzttermine online, deutlich mehr als noch vor wenigen Jahren. Terminerinnerungen per SMS oder E-Mail sowie digitale Kommunikationswege mit Arztpraxen werden ebenfalls zunehmend genutzt oder zumindest in Betracht gezogen.
Gleichzeitig zeigt sich, dass insbesondere bei telemedizinischen Angeboten wie Videosprechstunden noch großes Potenzial besteht. Zwar haben bislang nur wenige ältere Menschen entsprechende Erfahrungen gesammelt, doch ein erheblicher Teil kann sich vorstellen, solche Angebote künftig zu nutzen. Digitale Gesundheitsgadgets und Apps können hier eine wichtige Rolle spielen, indem sie medizinische Versorgung sinnvoll ergänzen und den Umgang mit Gesundheit vereinfachen. Die auf den folgenden Doppelseiten vorgestellten Anwendungen und Geräte zeigen beispielhaft, wie vielfältig diese Unterstützung heute schon ausfällt.
Online-Arzttermine

Die Online-Terminvergabe in Arztpraxen hat sich in den vergangenen Jahren deutlich etabliert. Laut einer Bitkom-Umfrage haben bereits 64 Prozent der Deutschen mindestens einmal einen Arzttermin digital vereinbart. Zwei Jahre zuvor lag dieser Anteil noch deutlich niedriger. Weitere 16 Prozent können sich eine Online-Buchung künftig vorstellen, während nur noch eine Minderheit das Angebot ablehnt. Am häufigsten nutzen Patienten spezialisierte Terminplattformen, gefolgt von den Websites der Arztpraxen. Als wichtigste Vorteile gelten die Unabhängigkeit von telefonischen Sprechzeiten und die flexible Terminwahl.
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