Neben der Magic-Geräteserie für das High-End-Segment hat Honor auch günstigere Geräte im Portfolio. Der Nachfolger des 200 Pro wurde auf den Namen 400 Pro getauft und soll in der Mittelklasse-Kategorie für Furore sorgen. Warum der chinesische Hersteller bei der Namensgebung die Zahl 300 übersprungen hat, ist allerdings schleierhaft.
Dreifach-Kamera mit KI-Unterstützung
Neben der 200 Megapixel starken Hauptkamera umfasst die Triple-Kamera ein 50 Megapixel Teleobjektiv und eine 12 Megapixel Ultraweitwinkellinse. In unserem Test punkten die Aufnahmen mit einem starken Kontrast und einer hohen Detailtreue. Die Farbdarstellung ist überaus realistisch. Nachtaufnahmen gelingen ebenfalls – trotz gelegentlichem Bildrauschen bleibt die Bildqualität insgesamt überzeugend. Die Ultraweitwinkelkamera kann in puncto Schärfe, Bilddetails und Farbdynamik nicht ganz mit den beiden anderen Modulen mithalten, liefert aber dennoch brauchbare Ergebnisse. Fotos mit einer bis zu 50-fachen Vergrößerung sind mit dem 400 Pro möglich. Bei diesen Aufnahmen hilft die Software allerdings sehr stark mit, um ein halbwegs vernünftiges Ergebnis zu erzielen.

Das Kameramodul mit den drei leistungsstarken Linsen sieht auf den ersten Blick ungewöhnlich, aber dennoch modern aus.
Nutzer können zwischen drei Bildprofilen wählen: Natürlich, Dynamisch und Authentisch. Diese beeinflussen Farbsättigung, Kontraste sowie die Wiedergabe von hellen und dunklen Bildbereichen.
Die Software selbst hat Honor mit Künstlicher Intelligenz zur Bildbearbeitung aufgepeppt. So entfernt etwa ein KI-Radierer störende Objekte oder Personen wie durch Zauberhand von den Aufnahmen. Schnappschüsse können bei Bedarf auch mithilfe der KI erweitert werden. Störende Reflexionen werden durch die Software ebenso entfernt.
Top-Display und flotte Performance
In puncto Display braucht das Honor 400 Pro keinen Vergleich mit High-End-Modellen zu scheuen. Es misst 6,7 Zoll in der Diagonale, punktet mit einem hohen Kontrast und einer brillanten Farbdarstellung. Eine dynamische Bildwiederholrate mit bis zu 120 Hertz sorgt für eine flüssigen Verlauf beim Scrollen. Die Helligkeitsreserven des 400 Pro sind groß genug, um das Smartphone bei Sonneneinstrahlung nutzen zu können. Auch die Blickwinkelstabilität ist sehr gut.
Für die notwendige Rechenleistung sorgt ein Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 Prozessor. Bildbearbeitung, Multitasking und auch grafikintensive Spiele meistert das Phone, ohne dabei unangenehm heiß zu werden. Mit 12 GB ist der Arbeitsspeicher großzügig bemessen und auch ausreichend, um künftige KI-Features bewältigen zu können.

Das 6,7 Zoll Display des Honor 400 Pro überzeugt mit hohen Helligkeitswerten, einem starken Kontrast und einer exzellenten Farbdarstellung.
Ab Werk ist Android 15 mit der hauseigenen Bedienoberfläche Magic-
OS 9 vorinstalliert. Honor verspricht Software- und Sicherheitsaktualisierungen für die nächsten sechs Jahre. Optisch erinnert die aktuelle Magic-OS-Version sehr stark an iOS. Vor
allem beim Kontrollzentrum wird dies deutlich, dass dem Apple-Pendant verblüffend ähnlich sieht. Neben einigen bereits vorinstallierten Drittanbieter-Apps hat Honor dem Gerät auch eigens entwickelte Applikationen spendiert, die Google-Dienste ersetzen sollen. Dazu zählen unter anderem ein eigener App-Store, ein Kalender, eine Notizen-App und eine eigene Galerie für Fotos und Videos.
Neue Wege beim Akku
Während Hersteller wie Samsung, Google, Apple und Co. bei ihren Smartphones auf Lithium-Ionen-Akkus setzen, hat Honor eine ungewöhnliche Wahl getroffen: Der Hersteller hat eine Silizium-Kohlenstoff-Batterie mit einer Kapazität von 5.300 mAh verbaut. Beim Aufladen agiert das 400 Pro überraschend als flotter Zeitgenosse. Kabelgebunden lässt sich der Akku mit einem 100 Watt Netzteil in nur 15 Minuten zur Hälfte füllen. Kabellos sind bei 50 Watt Ladeleistung im selben Zeitraum 36 Prozent geladen.
Pros | Cons |
– Ausgereifte Kamera-KI – Hervorragendes Display – Starke Kamera | – Speicher nicht erweiterbar – Sehr viele Drittanbieter-Apps vorinstalliert |
Hersteller | Honor |
Modell | 400 Pro |
Preis (Testgerät) | EUR 620 |
Android-Version | 15 |
CPU-Hersteller | Qualcomm |
CPU-Modell | Snapdragon 7s Gen 3 |
CPU-Taktung | 4 x 2.96 GHz + 4 x 2.58 GHz |
GPU-Modell | Adreno 750 |
Arbeitsspeicher | 12 GB |
Speicher intern | 256 GB, 512 GB |
SD-Karte (max. Größe) | GB |
Kamera (Haupt-/Front) | 200 / 50 MP |
USB-Port | USB Typ-C |
Bluetooth-Version | 5.4 |
WLAN-Standard | a, b, g, n, ac, 6e, 7 |
LTE | Ja |
Fingerprintscanner | Ja |
NFC | Ja |
Abmessungen | 160.8 x 76.1 x 45665 mm |
Gewicht | 205 g |
Akku-Kapazität | 5300 mAh |
Akku tauschbar | Nein |
Laden (kabellos) | Ja |
Schnelladen | Ja |
Ladezeit 0-50 / 31 min** | 29 min |
Ladezeit 0-100 / 88 min** | 62 min |
Laufzeit Browser / 897 min** | 993 min |
Laufzeit Video /978 min** | 1025 min |
Laufzeit 3D-Spiel / 400 min** | 550 min |
Display-Größe | 6.7 Zoll |
Display-Typ | AMOLED |
Display-Auflösung | 1280 x 2800 Pixel |
Display-Pixeldichte | 459.51 ppi |
Helligkeit Ø / 451 cd/m2* * | 639.44 cd/m2 |
Helligkeit (max) / 498 cd/m2* * | 647 cd/m2 |
Leistung(GeekBench 5) /1830* | 5699 |
Grafik (GFXBench) / 2014* | 27524 |
Display | 4.6 |
Speed (Leistung) | 5 |
Speed (Hardware) | 5 |
Akku (Laufzeit) | 5 |
Akku (Hardware) | 4.5 |
Features | 4.4 |
Kamera | 5 |
Verarbeitung | 5 |
Design | 4 |
Gesamtnote*: Hervorragend (96 %)
Preis/Leistung: Mäßig
*Die Gesamtnote setzt sich wie folgt zusammen: Display 15 % – Speed (Leistungstest) 22 % – Speed (Hardware) 10 % – Akku (Laufzeit) 24 % – Akku (Hardware) 4 % – Features 4 % – Kamera 15 % – Verarbeitung 3 % – Design 3 %
** Mittelwert aller bisher getesteten Geräte