Im Test: Vivo X300 Pro

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Top-Phone mit Profi-Kamera

Fotos: Hersteller / CDA Verlag

Nach einem mehrjährigen Patentstreit mit Nokia, der 2023 den Rückzug vom deutschen Markt zur Folge hatte, feiert Vivo nun sein Comeback. Mit der neuen X300-Serie zielt der chinesische Hersteller klar auf anspruchsvolle Nutzer, die Wert auf hochwertige Smartphone-Fotografie legen. Das Spitzenmodell X300 Pro markiert dabei den Höhepunkt dieser Ambition und richtet sich an all jene, die im Alltag gerne Fotos knipsen.

Displayqualität auf Top-Niveau

Schon beim ersten Auspacken wird deutlich, dass Vivo dem Designkonzept des Vorgängermodells treu bleibt. Der flache Rahmen, das ebenso plane Display und das gläserne Gehäuse verleihen dem X300 Pro ein elegantes Erscheinungsbild. Gleichzeitig sorgt die IP68/IP69-Zertifizierung für Staub- und Wasserschutz, während Gorilla Armor Glass den Bildschirm zuverlässig vor Kratzern bewahrt.

Das 6,78 Zoll große AMOLED-Panel liefert mit 2.800 x 1.260 Pixeln ein gestochen scharfes Bild, das mit brillanten Farben und einem hohen Kontrast überzeugt. Dank der sehr hohen Helligkeit bleibt sogar bei direkter Sonneneinstrahlung der Inhalt stets gut erkennbar. Die Darstellung wirkt natürlich und lebendig, die adaptive Bildwiederholrate von bis zu 120 Hertz sorgt für ein angenehm flüssiges Scrollen und Wischen. Je nach Wunsch lässt sich die Farbtemperatur manuell anpassen oder automatisch an die Lichtverhältnisse angleichen.

In einer Reihe:  An der Unterseite des X300 Pro sind ein Lautsprecher, der USB-C-Anschluss und der Schacht für die SIM-Karten verbaut.

Potenter Prozessor und neue Software

Im Inneren arbeitet mit dem Mediatek Dimensity 9500 einer der derzeit leistungsstärksten Smartphone-Prozessoren. Zusammen mit 16 GB RAM – erweiterbar um weitere 16 GB virtuellen Arbeitsspeicher – läuft das X300 Pro jederzeit flüssig, selbst bei intensiver Nutzung oder beim Bearbeiten großer Foto- und Videodateien. Der interne Speicher umfasst 512 GB, eine Erweiterungsmöglichkeit per microSD-Karte gibt es allerdings nicht.

Besonders spannend sind die neuen KI-Funktionen. Telefongespräche oder Audioaufnahmen lassen sich automatisch transkribieren, Texte können zusammengefasst oder ergänzt werden, und die bekannte „Circle to Search“-Funktion von Google ist ebenfalls an Bord. Beim Bearbeiten von Fotos liefert die künstliche Intelligenz überzeugende Ergebnisse, auch wenn sie hin und wieder mehrere Versuche benötigt, um die gewünschten Resultate zu erzielen.

Mit dem X300 Pro führt Vivo zudem erstmals in Europa das neue Betriebssystem Origin OS 6 ein, das auf Android 16 basiert. Optisch orientiert es sich stark an Apples iOS. So ahmt etwa die sogenannte „Origin Island“, Vivos Version der bekannten Dynamic Island, das Konzept nahezu identisch nach. Auch Sperrbildschirm, Benachrichtigungsdarstellung und Kontrollzentrum erinnern frappierend an das iPhone-Betriebssystem.

Extra-Taste:  An der linken Geräteseite hat Vivo einen zusätzlichen Button platziert. Dieser ist frei programmierbar und kann mehrere Aktionen ausführen. So kann beispielsweise durch doppeltes Drücken die Taschenlampe aktiviert werden.

Kamera mit Profi-Know-how

Bei der Kamera zeigt sich, wo Vivos Prioritäten liegen. In Zusammenarbeit mit Zeiss entstand ein herausragendes Kamerasystem. Die 50-Megapixel-Hauptkamera liefert gestochen scharfe, farbgetreue Aufnahmen, während das 200-Megapixel-Teleobjektiv mit optischer Bildstabilisierung für beeindruckend detailreiche Zoomaufnahmen sorgt – bis zu 3,7-fach verlustfrei und digital bis 100-fach vergrößerbar. Zwar nimmt die Qualität im maximalen Zoombereich deutlich ab, doch die Ergebnisse im mittleren Bereich überzeugen auf ganzer Linie. Der 50-Megapixel-Ultraweitwinkel ergänzt das Setup perfekt und eignet sich ideal für Landschaften und Gruppenfotos.

Ein besonderes Highlight ist das optionale Fotografie-Kit, bestehend aus einer Hülle mit integriertem 2300-mAh-Akku, einem separaten Auslöser und einem 200-mm-Teleobjektiv. Damit verwandelt sich das X300 Pro optisch wie funktional beinahe in eine klassische Kamera im Retro-Look – ein cleveres Zubehör für alle, die leidenschaftlich gerne fotografieren.

Runde Sache:  Das riesige Kameramodul nimmt fast die gesamte Breite des Mobiltelefons ein. Im Vergleich zum Vorgänger hat sich das Design kaum verändert.
ProsCons
– Exzellentes Display
– Tolle Bildqualität
– Flotte Performance
– Speicher nicht erweiterbar
– Kameramodul ragt sehr weit
aus dem Gehäuse
Herstellervivo
ModellX300 Pro
Preis (Testgerät)
EUR 1.249,00
Android-Version16
CPU-Hersteller
MediaTek
CPU-ModellDimensity 9500 (3 nm)
CPU-Taktung
4 x 3.68 GHz + 4 x 2.7 GHz
GPU-Modell
Arm G1-Ultra
Arbeitsspeicher16 GB
Speicher intern256 GB, 512 GB, 1024 GB
SD-Karte (max. Größe)
Kamera (Haupt-/Front)200 / 50 MP
USB-PortUSB Typ-C
Bluetooth-Version5.4
WLAN-Standarda, b, g, n, ac, 6e, 7
LTEJa
FingerprintscannerJa
NFCJa
Abmessungen161 x 76 x 8 mm
Gewicht226 g
Akku-Kapazität
5440 mAh
Akku tauschbarNein
Laden (kabellos)ja
Schnelladenja
Ladezeit 0-50 / 31 min**33 min
Ladezeit 0-100 88 min**
61 min
Laufzeit Browser / 897 min**
1150 min
Laufzeit Video /978 min**
1600 min
Laufzeit 3D-Spiel / 400 min**453 min
Display-Größe6.78 Zoll
Display-Typ
AMOLED
Display-Auflösung1260 x 2800 Pixel
Display-Pixeldichte452.87 ppi
Helligkeit Ø / 451 cd/m2* *631.56 cd/m2
Helligkeit (max) / 498 cd/m2* *652 cd/m2
Leistung(GeekBench 5) /1830*
8434
Grafik (GFXBench) / 2014*
29433
Display4.6
Speed (Leistung)
5
Speed (Hardware)4.8
Akku (Laufzeit)4.8
Akku (Hardware)4.5
Features4.4
Kamera5
Verarbeitung5
Design4

Gesamtnote*: Hervorragend (94%)

Preis/Leistung: Genügend

*Die Gesamtnote setzt sich wie folgt zusammen: Display 15 % – Speed (Leistungstest) 22 % – Speed (Hardware) 10 % – Akku (Laufzeit) 24 % – Akku (Hardware) 4 % – Features 4 % – Kamera 15 % – Verarbeitung 3 % – Design 3 %

** Mittelwert aller bisher getesteten Geräte