Im Test: iPhone 16e

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Nachdem das letzte iPhone SE bereits vor drei Jahren auf den Markt gekommen ist, gab es in den letzten Monaten vermehrt Spekulationen über ein neues Modell von Apples Einsteiger-iPhone. Mitte Februar war es schließlich so weit und der Tech-Konzern aus Cupertino hat ohne viel Aufsehen ein neues iPhone vorgestellt. Der Name SE wurde gestrichen, stattdessen heißt das Gerät nun 16e. Rein optisch erinnert es stark an das iPhone 14, jedoch mit ein paar kleinen Unterschieden. So hat das 16e beispielsweise den Action-Button des großen Bruders erhalten. Auch in puncto Größe steht das neue Modell seinem Vorbild in nichts nach, denn der Bildschirm misst 6,1 Zoll in der Diagonale. Er punktet mit kräftigen Farben und einem sehr hohen Kontrast, Abstriche müssen allerdings bei der Helligkeit in Kauf genommen werden. Dies bemerkt man vor allem bei der Nutzung unter direkter Sonneneinstrahlung.

Neuester Chip für Apple-KI

Statt der Dynamic Island setzt Apple beim 16e auf eine Bildschirmaussparung (Notch), die auch beim iPhone 14 verwendet wurde. Wie auch das iPhone 16 bietet das 16e nur eine Bildwiederholrate von 60 Hertz. Bewegungen, etwa beim Wischen über Webseiten, sind bedeutend weniger geschmeidig als bei 120-Hertz-Smartphones. Wer dieses Feature von den Pro-Modellen bislang nicht kannte, wird es jedoch kaum vermissen.

Dank des A18-Chips kann das iPhone 16e sogar mit einer ähnlichen Performance wie das iPhone 16 punkten. iOS läuft jederzeit ohne Ruckler und Ladezeiten, Video- und Bildbearbeitung sind aufgrund des 8 GB Arbeitsspeichers auch problemlos möglich. Warum Apple beim günstigsten iPhone der aktuell verfügbaren Modellpalette auf eine starke Hardware setzt, liegt auf der Hand. Die hauseigene KI Apple Intelligence ist beim neuen Gerät ebenfalls nutzbar und diese braucht ein gewisses Mindestmaß an Arbeitsspeicher und Rechenleistung um ordnungsgemäß zu funktionieren.

Kein Display-Upgrade:
Der 6,1 Zoll Bildschirm bietet nur eine 60 Hertz-Bildwiederholrate. Auch bei der Helligkeit gibt es im Vergleich zum iPhone 16 Abstriche. Leider verzichtet Apple beim 16e auf die Dynamic Island.

Fokus auf Energieverbrauch

Erstmals ist im 16e auch das von Apple selbst entwickelte Mobilfunkmodem mit dem Namen C1 verbaut, das vom US-Konzern in München entwickelt wurde. Dieses soll nach eigenen Angaben besonders energieeffizient arbeiten. Apropos Energie: Apple verspricht beim iPhone 16e die längste Laufzeit aller 6,1 Zoll großen iPhones. In unserem Test reichte eine vollständige Aufladung im Video-Laufzeittest für 20 Stunden und 45 Minuten – um knapp 50 Minuten mehr als das iPhone 16. Wie groß der Anteil des C1-Modems an der gesteigerten Akkulaufzeit tatsächlich ist, können wir an dieser Stelle nicht beurteilen.

Eine Aufladung nimmt in etwa 94 Minuten in Anspruch. Geladen wird wahlweise kabelgebunden via USB-C-Port oder per Induktion. Letzteres allerdings nur mit einer Leistung von maximal 7,5 Watt. Verzichten muss man beim iPhone 16e allerdings auf die mit der 12er-Modellreihe eingeführte MagSafe-Technologie. Wer entsprechende Ladeutensilien zu Hause hat, kann diese nicht mehr verwenden.

Möglicherweise lassen sich MagSafe-Funktionen in Zukunft durch spezielle Hüllen von Drittanbietern nachrüsten.

Action per Knopfdruck:
Der individuell anpassbare Action-Button, der mit dem iPhone 15 Pro eingeführt wurde, ist auch beim 16e zu finden. Er ersetzt den Schalter für den Stummmodus.

Abgespeckte Kamera

Der größte Unterschied zu den anderen Modellen der 16er-Serie sticht unmittelbar nach dem Auspacken sofort ins Auge: die Kamera. Apple hat im 16e lediglich eine einzelne Kamera mit 48 Megapixeln verbaut. Bei Schnappschüssen mit viel Umgebungslicht liefert sie kontrastreiche Bilder mit einem hohen Detailgrad. Und auch bei wenig Licht können die Ergebnisse, trotz leichtem Bildrauschen, durchaus überzeugen.

Beim Zoom ist die Kamera allerdings eingeschränkt – lediglich Aufnahmen mit einer zweifachen Vergrößerung sind möglich. Die Ergebnisse haben uns jedoch sehr gut gefallen. Sie punkten mit viel Kontrast und kräftigen Farben. Wer gern opulente Landschaftsaufnahmen macht, Gruppen fotografiert und auch Nahaufnahmen von kleinen Dingen macht, wird allerdings die fehlende zweite Linse schmerzlich vermissen.

Aus zwei mach eins:
Apple hat beim 16e nur eine Linse mit 48 Megapixel n verbaut. Die Bildqualität bei viel Licht ist sehr gut. Zoom-Aufnahmen sind allerdings nur mit einer zweifachen Vergrößerung möglich..
Mit dem iPhone 16e bringt Apple ein solides Einsteiger-Modell auf den Markt, das in vielen Punkten an das iPhone 14 erinnert – jedoch mit modernen Upgrades wie dem A18-Chip und Apple Intelligence. Der Verzicht auf MagSafe und die abgespeckte Kamera könnten einige Nutzer stören, doch die starke Performance und die lange Akkulaufzeit machen das 16e zu einer attraktiven Option für alle, die ein leistungsfähiges iPhone zum günstigeren Preis suchen. Philipp Lumetsberger (Chefredakteur)
ProsCons
– Ausdauernder Akku
– Pfeilschneller Prozessor
– Für Apple Intelligence gerüstet
– Keine Dynamic Island
– Nur eine Kamera
– Kein MagSafe
HerstellerApple
ModelliPhone 16e
Preis (Testgerät)
EUR 699
Android-VersioniOS 18
CPU-Hersteller
Apple
CPU-ModellA18
CPU-Taktung
2 x 4.04 GHz + 4 x 2.20 GHz
GPU-Modell
Apple GPU
Arbeitsspeicher8 GB
Speicher intern128 GB
SD-Karte (max. Größe)
Kamera (Haupt-/Front)48 / 12 MP
USB-PortUSB Typ-C
Bluetooth-Version5.3
WLAN-Standarda, b, g, n, ac, 6e
LTE
Fingerprintscanner
NFC
Abmessungen146.7 x 71.5 x 7.8 mm
Gewicht167 g
Akku-Kapazität
4005 mAh
Akku tauschbar
Laden (kabellos)
Schnelladen
Ladezeit 0-50 / 31 min**26 min
Ladezeit 0-100 88 min**
94 min
Laufzeit Browser / 897 min**
1260 min
Laufzeit Video /978 min**
1245 min
Laufzeit 3D-Spiel / 400 min**400 min
Display-Größe6.1 “
Display-Typ
OLED
Display-Auflösung2532 x 1170 Pixel
Display-Pixeldichte457.25 ppi
Helligkeit Ø / 451 cd/m2* *727.33 cd/m2
Helligkeit (max) / 498 cd/m2* *732 cd/m2
Leistung(GeekBench 5) /1830*
Grafik (GFXBench) / 2014*
23125
Display4.4
Speed (Leistung)
5
Speed (Hardware)4.6
Akku (Laufzeit)4.5
Akku (Hardware)4.5
Features4.2
Kamera4.5
Verarbeitung5
Design4

Gesamtnote*: Hervorragend (90 %)

Preis/Leistung: Genügend

* Die Gesamtnote setzt sich wie folgt zusammen: Display 15 % – Speed (Leistungstest) 22 % – Speed (Hardware) 10 % – Akku (Laufzeit) 24 % – Akku (Hardware) 4 % – Features 4 % – Kamera 15 % – Verarbeitung 3 % – Design 3 %
** Mittelwert aller bisher getesteten Geräte